<3-lich Willkommen auf meiner Homepage

Posted on 18th Juni 2012 by admin in Allgemein

Hier in meiner Homepage findet ihr allerhand Informationen über mein FSJ (freiwilliges, soziales Jahr), das ich im Jahr 2012/13 in Simbabwe absolvieren durfte. Außerdem will ich mich nun gemeinsam mit allen Interessierten  dafür einsetzten, dass Waisenkinder in einer Missionsstation Zugriff aus SAUBERES und fließendes Wasser haben können. Genaueres über Simbabwe selber, das Projekt „fließendes Wasser in Mutoko“ und mein FSJ könnt ihr aus den geschriebenen Artikeln entnehmen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr hin und wieder meine Homepage besucht.

Danke für das Interesse.

Die kleinen Freuden des Alltages

Posted on 17th August 2019 by magdalena in 2019,Fotos,Makumbi

Privileg, Basics oder die kleinen Freuden des Alltages

 

Weil zur Zeit Schulferien sind, ist die Sonntagsmesse schon um 8:00 Uhr. Da ich das vergessen habe, bin ich spät dran. Ich spring aus dem Bett, eile ins Badezimmer und drehe den Wasserhahn auf. Kein Wasser! Damn it. Schnell nehme ich mir einen Kübel zur Hand und wasche mein Gesicht und putze mir die Zähne. Dann gehe ich auf die Toilette und erlebe die erste Freude. Die Klospülung funktioniert. Über die Nacht war Strom da, deshalb haben die Wasserpumpen der Mission die Wasserspeicher aufgefüllt. Das führt dazu, dass auch die Spülung der Toilette mit Wasser gefüllt ist. Die Spülung ist viel effektiver, wie das Nachschütten von Wasser mit einem Kübel.

Nun gehe ich mit schnellem Schritt in die Kirche. Marco schläft tief und fest. Glücklicherweise bekomme ich einen Sitzplatz mit Rückenlehne (zweite Freude) und noch dazu sitzen vor mir die Kinder vom Waisenheim. Das freut mich sehr, denn das heißt, dass ich unter der Messe vertraute Blicke zugeworfen bekomme. Bei meinen beiden Lieblingsliedern singe ich lautstark mit und tanze mit meiner Sitznachbarin im Rhythmus der Trommeln. Nach der Messe ergeben sich nette Gespräche.

Nachdem „Tratsch & Klatsch“ (ca. 10:00 Uhr) gehe ich nachhause. Marco schläft immer noch, also beschließe ich ihn schlafen zu lassen. Zuerst gehe ich „duschen“. Da kein Wasser aus der Leitung rinnt, schütte ich mir aus einem großen Kübel, den ich am Vortag mit Wasser aufgefüllt habe, kaltes Wasser in meinen „Waschkübel“. „Wäre Strom da, könnte ich zumindest das Wasser wärmen“, denk ich mir. Es ist auch kein Gas zur Verfügung und da ich die Köchin, die mit Feuerholz kocht, nicht darum beten will mir Wasser zu kochen, wasche ich mich einfach mit kaltem Wasser. Auch wenn ich das sehr ungern mache, hab ich mindestens wieder das Gefühl sauber zu sein. Da Marco immer noch im Bett liegt, beginne ich damit die Zimmer mit einem aus Grashalmen zusammengebundenen Besen zu reinigen. Langsam bekomme ich Hunger, da ich mir aber sowieso keinen warmen Tee zum Frühstück machen kann (kein Strom), beschließe ich einfach ein Glas Wasser zu trinken. Danach wische ich die Zimmer durch. Während dem Putzen wacht nicht nur Marco auf, sondern – welch‘ Überraschung – auch der Strom wurde von der Zentrale der Hauptstadt für unsere Region wieder eingeschaltet. Große Freude bei der Köchin der Jesuiten. Sofort löscht sie das Feuer aus und stellt sich hinter den Herd. Als ich mit dem Putzen fertig bin, hören Marco und ich wie das Wasser in die Wasserrohren fließt. Marco beschließt daher auch duschen zu gehen. Ein kurzer Schrei (ein Schrei der Freude), denn das Duschwasser ist heute sogar warm.

Ich koche Tee und zur Krönung können wir heute das Toastbrot sogar toasten. Die Freude über den Strom und das fließende Wasser ist groß. Somit kann die Arbeit nicht nur erleichtert werden, sondern auch Musik gehört werden. Das wird nicht nur von uns, sondern von gefühlt jedem Haushalt ausgenutzt. Laute Musik, gute Stimmung und Freude ist zu spüren (:

 

LG,

M&m

The beauty of this country

Posted on 13th August 2019 by magdalena in 2019,Freizeit,Makumbi

Diejenigen unter euch die mich besser kennen, wissen dass ich eine Schwäche für die Schönheit der Natur habe. Hier in Simbabwe verabschiedet sich die Sonne täglich mit einem wunderschönen Farbenspiel.
Marco und ich haben beschlossen zum „Ziegenberg“ zu gehen, um dort den Sonnenuntergang zu genießen. Ausnahmsweise sind wir heute einmal alleine unterwegs. Wir setzten uns und haben nette Gespräche bis der Horizont plötzlich anfängt zu leuchten. Zuerst leuchtet der Himmel rot, dann geht es über in ein strahlendes gelb und schließlich leuchtet es uns ganz orange ins Gesicht. Schnell spring ich auf und posiere um schöne Erinnerungen einzufangen. Es dauerte nicht lange bis wir Kinderstimmen rufen hörten: „How are you?“ und auch „Murungu, Murungu (Weiße, Weiße)“ und bald darauf sehen wir schön neugierige Augen, die hinter den Felsen auf uns blicken. Gelächter ist zu hören. Nach einem kurzen Austausch in Englisch oute ich mich mit meinen Shonakenntnissen. Die Kinder sind verwundert. „Die Weiße spricht Shona?!“, denken sie sich. „Bist du Magdalina“, fragt einer der Buben dann. Ich lache und bejahe. Die Kinder kennen mich vom Sehen her, da ich oft durch die Dörfer spazierte (2012/13, 2015, 2017 und jetzt eben wieder). Die Älteste der Truppe spricht Englisch mit Marco und es dauert nicht lang, da lädt uns die 13-Jährige zum Abendessen ein. Sie zählt auf, dass sie für uns Sadza, Muriwo, Bohnen und sogar eine Henne schlachten und anschließen kochen wird. Wir bedanken uns herzlich und lehnen ab, da wir am Abend schon eine Einladung von einer guten Freundin haben. Die Kinder nicken und fragen, ob sie uns ein bisschen begleiten dürfen. Wir freuen uns über das Angebot und die Truppe begleitet uns ein Stück weit mit nach Hause zur Missionsstation!
„Wunderschöne Stunden, traumhaftes Schauspiel der Natur, herzliche Einladungen, gemeinsames Lachen, Kennenlernen neuer Gesichter, etc.“, denk ich mir. „Wo find ich denn sowas, wenn nicht hier in diesem einzigartigen, beeindruckendem Land – SIMBABWE?“

Sonnige Grüße aus Zimbabwe,
Magdalina (:

Imari here?

Posted on 13th August 2019 by magdalena in 2019,Allgemein,Essen

„Wieviel kostet das?“, ist die Frage die mich heuer andauernd begleitet. Nicht deswegen, weil ich viel einkaufe, sondern deswegen weil sich der Wechselkurs und somit auch die Preise ständig verändern. Ich werde in diesem Bericht versuchen ganz neutral zu bleiben. Ich möchte verhindern, dass jemand durch meine Erzählungen, oder gar ich selber, in Schwierigkeiten kommt.

Als Vorgeschichte eignet es sich den Bericht „I never thought nekuti….“ aus dem Jahr 2017 zu lesen.

Es dauerte fast vier Wochen, bis ich wirklich realisiert habe, was überhaupt vor sich geht. Im Jahr 2012/13 und 2015 hat man in Zimbabwe mit US-Dollar gezahlt. 2017 gab es neben den US-Dollar auch noch die Bond-Notes, die keine anerkannte Währung darstellen. Damals war es so, dass die Bonds dem US-Dollar gleichgestellt waren, jedoch (wie auch im erwähnten Bericht beschrieben) gab es schon Tendenzen, dass ein USD nicht einem sondern zwei Bonds entsprachen.

Nicht einmal zwei Wochen bevor ich heuer nach Zimbabwe flog, bekam ich die Nachricht, dass es illegal ist weiterhin US-Dollar zu verwenden und wer dieses Gesetz bricht, kann von der Polizei verhaftet werden.

Für mich interessant ist an diesem Punkt, was sich für meine Freunde konkret ändert und das sind die Preise. Eine Packung Toastbrot kostet 5 Bond (Stand: Juli 2019). Zuerst dachte ich mir, dass es durch diesen Preis billiger geworden ist, denn 2013 kostete eine Packung einen US-Dollar, aber dem ist nicht so. Für mich als Europäerin ist es billiger geworden, da ich in USD umrechne. Wenn ich allerdings aus der Sicht der Zimbabweaner denke und davon ausgehe, dass mich eine Packung 2017 einen Bond kostete und ich jetzt 5 Bonds zahle, dann ist die Veränderung enorm.

Schwierig wird es auch durch die Instabilität der Währung. Der Wechselkurs lag im Juli zwischen 1:6 und 1:8 und mittlerweile ist er bei 1USD:10 Bonds angelangt. Um bei dem Brotbeispiel zu bleiben: 1 Packung kostet mittlerweile 7 Bonds. Ob der Gehalt der arbeitenden Menschen dementsprechend angepasst wird, weiß ich nicht.

Die Thematik hab ich aufgezeigt. Mehr kann ich dazu jetzt nicht sagen.

 

Liebe Grüße aus Zimbabwe,

Magdalena

Waisenheim

Posted on 29th Juli 2019 by magdalena in 2019,Fotos,Freizeit,Makumbi,Waisenheim

Wie ihr aus den vorherigen Berichten schon entnehmen könnt, bin ich wieder in Zimbabwe. Seit drei Wochen besuche ich Freunde, spiele mit Kindern, singe und spreche auf Shona! (: Heuer sind meine Eltern zum ersten Mal in meine zweite Heimat geflogen. Es war sehr spannend zu sehen, wie sie sich zurecht finden. Daher habe ich beide gebeten einen Bericht für meine Homepage zu schreiben. Die ersten Eindrücke sind ganz besonders! Was für mich schon ganz normal ist, wird durch meine Eltern wieder ein Abenteuer. Mich freut es sehr, dass sie sich gut einleben konnten und auch hier gern gesehene Gäste waren.

Nun bin ich wieder alleine. Das ist auch schön. Vormittags schreibe ich an den Abschlussarbeiten für die UNI und nachmittags verbringe ich die Zeit in Makumbi (Dörfern und Mission). Eigentlich fast wie früher (:

Heute Nachmittag ging ich mit einem Ball, Farben und einem Heft unter dem Arm ins Children’s Home (Waisenheim). Zuerst spielten wir barfuß Fußball. Das war eine Freude. Die Kleinen kreisten mich ein, weil sie mit mir reden wollte und ich versuchte mir Platz zu machen, damit ich den Großen ein Tor schießen konnte. Später gingen ein paar Kinder und ich in die Wiese um dort zu zeichnen. Neugierig fragten mich die Kinder aus. Stimmt es, dass du Lehrerin bist? Wie viele Kinder unterrichtest du? Schlägst du deine Kinder? Welche Klasse unterrichtest du? Welche Fächer magst du gerne?

Die älteren Kinder prüften mich und stellten mir Rechnungen, damit sie sehen ob ich wirklich in der Lage bin zu unterrichten. Nach ein paar Divisionen und meiner Korrektur waren sie sich einig! Es stimmt. Magdalena ist jetzt eine Lehrerin! Trotz der schockierenden Nachricht haben wir einen feinen Nachmittag gehabt.

Natürlich gab es auch Aktion. Als wir nämlich beim Zeichnen saßen, kam ein Schwein mit seinen Ferkeln durch den Zaun. Das wäre ja noch okay gewesen, aber als das Schwein auf die Toiletten zusteuerte, waren die Kinder nicht mehr zurückzuhalten. Sie sprangen auf und rannten schnell zu den Anlagen. Leider zu spät. Das Schwein stand bereits in der Toilette der Kinder und zur großen Empörung erleichterte sich das Tier jetzt auch noch. Mit lautem Geschrei gelang es den Kindern das Schwein aus der Anlage zu treiben. Für mich ein wirkliches Schauspiel (:

Gottseidank hat das Schwein nur Flüssigkeiten von sich gegeben. In dem Fall passend: „Schwein gehabt!“

 

Liebe Grüße aus Makumbi,

Magdalina (:

Besuch einer Vorschule

Posted on 27th Juli 2019 by magdalena in 2019,Fotos,Schule

Heute besuchen Magdalena, Andrea und ich eine Pre-School (Vorschule). Mrs. Tangwara, eine Freundin aus der Zeit von Magdalenas Aufenthalt in Zimbabwe 2012/13, leitet die Schule. Ihr Schwager nimmt uns in einem relativ kleinen Toyota um 08:15 mit. Mrs. Tangwara sitzt mit ihrem Baby vorne, Magdalena, Andrea, 5 Kinder und ich hinten. Angeschnallt ist niemand – wie auch?!

Nach einer abenteuerlichen Fahrt betreten wir den Schulhof. Da wartet schon ein junger Lehrer auf seine Chefin. Die Kinder stellen sich in einer Zweierreihe auf und grüßen die Lehrerin, Magdalena, Andrea und mich auf Englisch. Jetzt singen sie mit ihren kräftigen Stimmen ein Morgengebet. Anschließend folgt die zimbabweanische Hymne. Die Kinder präsentieren sich begeistert – die Lehrerin ist freundlich, aber auch streng.

Dann geht’s im „Gänsemarsch“ in die zwei „Klassenzimmer“. Ui! Da ist es aber eng und auch kalt. Die Kinder nehmen auf einfachen, dicht aneinander gereihten Plastikstühlen Platz. Einige sitzen auf dem kalten Steinboden. Das Klassenzimmer ist „pumpvoll“. Die Kleinen lernen englische Reime und Gedichte. Gezählt wird auf Shona und auf Englisch. Dann erzählt ihnen Mrs. Tangwara eine Geschichte. Ich verstehe kein Wort, aber spannend gehts zu – das sieht man an den Blicken der Kinder.

Das Baby der Lehrerin, das sie bis jetzt am Rücken getragen hat, bringt sie nun in ihr „office“ (Büro). Dort steht ein „Bettstattle“ bereit. Während dieser Zeit unterrichtet Magdalena die Pre-School-SchülerInnen. Sie unterhält sich mit ihnen auf Shona und miteinander singen sie englische Lieder. Die Stimmung ist gut.

Als Mrs. Tangwara zurückkommt ist auch ihr 9 monatiges Kleines dabei. Mit dem Schlafen das hat heute wohl nicht so richtig funktioniert. Keine Sorge! Sie nimmt auf einem eher wackeligen Hocker Platz, legt den Kleinen Lauser an ihre Brust an und unterrichtet eben „stillend“! Für ihre SchülerInnen scheint das nichts Neues zu sein. Ganz normale Sache –> echt cool!

Um 10:15 gibts Tee. Eine Helferin hat für die 56 Kinder der „Happy moments infants school“ den Tee über einer offenen Feuerstelle hinter dem Haus hergerichtet. Das Brot haben die Kinder (die meisten) von zu Hause mitgebracht.

Im staubigem Pausenhof, Spielgeräte oder Spielsachen gibts leider keine, tummeln sich die Kinder. Als sie uns im Freien entdecken, stürmen sie zu uns, reichen uns die Hände und streichen neugierig über unsere Haut. So ein Weißer (Murungu) ist schon etwas Interessantes!

Ein Schüler sagt zur Lehrerin, als er mich genau betrachtet: „Mrs. Tangwara, he is coloured!“ – Weil meine Haut doch schon ein bisschen gebräunt ist, meint er, dass ich angemalt bin. Als es dann um 11:00 mit dem Unterricht wieder weitergeht, verabschieden wir uns.

Eine äußerst abenteuerliche Fahrt mit einem „Kombi“ (das ist so eine Art Privattaxi) steht uns bevor. Aber das ist eine andere Geschichte.

 

Liebe Grüße von einem von Zimbabwe tiefbeeindruckten Otto Kärle

Einladung zum Abendessen

Posted on 20th Juli 2019 by magdalena in 2019,Essen,Fotos,Makumbi

Heute sind wir bei Kuda und Mai Malon* (Mutter von Malon) zum Abendessen eingeladen. Kuda arbeitet in der Mission im Garten und dort wo er gebraucht wird. Mai Malon (Hellen war ihr früherer Name) kocht und wäscht im Missionshaus.

*Erklärung: Die Frauen werden nach der Geburt ihres ersten Kindes nach ihrem Kind benannt, das ehrt sie als Mutter.

Die Familie wohnt mit ihren drei Kindern (7, 5 und 3 Jahre) in der Nähe der Mission. In einer traditionellen Hütte (Küche), ein rundes grasbedecktes Gebäude, wird gekocht. Der Rauch zieht durch das Grasdach und die offene Türe ab. Der Regen in der Regenzeit (Nov-Dez.) wird durch die kunstvollgearbeitete Grasbedeckung abgehalten. Die Schlafstellen befinden sich in einem extra Gebäude. Um die Gebäude herum hat Kuda sein Land eingezäunt. Er baut Mais als Hauptnahrungsmittel für Sadza (eine köstliche Speise aus Maismehl) an und verschiedene Gemüsesorten wachsen im Garten. Muriwo, eine Kohlart, die immer wieder abgeerntet wird („Pflückkraut“) ist täglich am Speiseplan, ergänzt mit Bohnen oder anderem Gemüse, manchmal auch Hühner-, Rind- oder Schweinefleisch. Auch Ziegen werden zur Fleischgewinnung gehalten.

Als wir also um 18:30 zu ihrem Anwesen kommen – es ist bereits dunkel – werden wir herzlich empfangen. Die Kinder sitzen ums Feuer, Mai Malon bereitet auf einem Teppich sitzend Sadza zu. Die Kinder reichen uns warmes Wasser in einer Kanne, mit dem wir uns über einer Schüssel die Hände waschen können. Wir sitzen auf einer Bank ebenfalls ums Feuer. Die Atmosphäre ist sehr fein und angenehm. Wir bekommen Teller auf den Schoß. Vor uns werden kleine Kochtöpfe auf den Boden gestellt und wir können uns nach Herzenslust bedienen: Sadza, Muriwo, Bohnen mit Soße, Chips (im heißen Öl frittierte Kartoffelstücke) und Hühnerfleisch von „Roadrunners“ (freilaufende Hühner).

Es ist einfach köstlich. Wir essen mit den Fingern der rechten Hand und nach dem Essen können wir uns wieder mit warmen Wasser die Hände über einer Schüssel waschen. Frisch geröstete Erdnüsse aus dem eigenen Garten werden uns als Snack gereicht. Die Kinder sind so ruhig, dass wir sie kaum bemerken. Nach dem Essen zeigt uns Malon sein Schulheft. Mit sauberer Schrift beinhaltet es Rechnungen, engl. Texte und Texte in Shona, ihrer Muttersprache. Nach ca. 2 Stunden verabschieden wir uns dankbar, denn Mai Malons und Kudas Tag beginnt schon um 4 Uhr morgens mit Wasser holen, Feuer machen, Wasser kochen und Frühstück machen. MAITA BASA. Danke für dieses Erlebnis, Gast bei einer zimbabweanischen Familie sein zu dürfen.

Schilderung meiner Mama Andrea, anlässlich ihres zweiwöchigen Aufenthalts in Zimbabwe

NDIRI KUZIMBABWE FUTI

Posted on 19th Juli 2019 by magdalena in 2019,DANKE,Fotos,Makumbi,Mutoko,Spenden,Vorbereitung

Jetzt bin ich endlich wieder in Zimbabwe. Schon lange freue ich mich darauf, wieder hier her fliegen zu können. Für mich ist das Land nach wie vor wie meine zweite Heimat. Hier habe ich nicht nur Freunde und eine „zweite“ Familie, sondern ich fühle mich einfach „pudelwohl“ hier.

Schade ist es, dass ich es nicht geschafft habe, die Spendenaktionen zwischen 2017 und 2019 zu publizieren. Sorry! Trotzdem möchte ich mich an dieser Stelle recht herzlich für die vielen Aktionen bedanken. Ich freu mich total darüber, dass nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder und Jugendliche ein offenes Herz für bedürftige Kinder in Makumbi und Mutoko gezeigt haben. Viele haben gebastelt und deren Artikel verkauft – super Initiativen!

Auch heuer konnte ich unglaubliche 4 Koffer zu jeweils 20kg mitnehmen. Meine persönlichen Sachen habe ich im Handgepäck verstaut. Am Flughafen wurde mir gesagt, dass ich für das Gepäck bezahlen muss, da es zu viel sei. Da die Koffer aber rein mit Spendenartikeln gefüllt waren, durfte ich bis auf einen Koffer alles andere mitnehmen nach Afrika. Der letzte Koffer kommt mit meinem Freund Anfang August nach Zimbabwe. Glück gehabt. An dieser Stelle möchte ich meinen Freundinnen und Freunden recht herzlich danken, dass sie beim Umzug, oder beim Kleiderkasten Ausräumen an die Kinder/Jugendlichen in Makumbi gedacht haben und mir intakte Kleidung vorbei gebracht haben. VIELEN DANK!

Den Waisenkindern von Mutoko konnte ich 25 „schoolbags“ übergeben. Jedes Kind hat somit nun eine Schultasche und anhand der strahlenden Gesichter konnte ich ihre Freude darüber sehen. Danke für das Sammeln und diese Idee.

Herzlichen Dank auch an die treuen Unterstützerinnen, die Familien finanziell weiterhelfen und Kindern für ein Jahr das Schulgeld, oder Foodpackages zahlen. Teilweise habe ich die Botschaft schon an eure „Kinder“/„Familien“ überbracht und die Freude ist riesig.

 

Liebe Grüße aus Simbabwe,

Magdalena

 

Das Wasser fließt

Posted on 17th November 2017 by magdalena in Allgemein

Am 25.11.2017 darf ich wieder in meine afrikanischen Kleider steigen. (:

Flyer_A4_Mutoko 2017_DRUCK

Ich freu mich sehr darauf und ich möchte, vor allem die Spenderinnen und Spender der letzten 4 Jahre recht <3-lich zu diesem Abend einladen. Es sind natürlich auch alle Interessierten und Afrika-Freunde recht herzlich willkommen.

Nach 4 Jahren haben wir es nun endlich geschafft. Die Kinder im Waisenheim in Mutoko haben nun endlich fließendes, sauberes Wasser.
Ich bin allen Spenderinnen und Spender extrem dankbar, dass sie mich im Tun unterstützt haben, sodass es mir heuer im Sommer möglich war das Projekt „Fließendes Wasser in Mutoko“ erfolgreich abzuschließen.
Fotos, Berichte, Dokumentationen, Mitbringsel aus Zimbabwe und hoffentlich nette Gespräche gibt es am Samstag den 25.11.2017 im Gemeindesaal Stanzach!

19:30, Gemeindesaal Stanzach.
Magdalena Kärle erzählt, dokumentiert und dankt für fließendes Wasser in Mutoko

Komm einfach vorbei!

I never thought nekuti….

Posted on 9th Juli 2017 by magdalena in 2017,Allgemein,Harare

Since I’m here in Zimbabwe I’m so used to speak English and Shona. So that it’s even strange to me writing in German now.
Gestern habe ich eine Freundin besucht, die in einem Ghetto der Hauptstadt (Harare) wohnt. Doch bevor ich über das Ghetto schreibe, muss ich ein bisschen ausholen.

In Zimbabwe benutzten die Menschen US-Dollar, doch seit April 2017 produziert der Staat „Bond-Notes“ – Papiergeld. Dieses Geld wurde gedruckt, weil nur noch wenig US-Dollar im Umlauf sind. Selbst wenn man Geld von der Bank holen will, dann bekommt man nur noch vom Staat gedrucktes, im Ausland wertloses Papiergeld. Geld holen in der Bank dauert extrem lang. Ich konnte meinen Augen nicht trauen, als ich in der Stadt bei einer Bank vorbeigegangen bin. Die Menschen stehen Schlange, damit sie überhaupt in die Bank hineinkommen. Eine Freundin ist bereits um 02:00 Uhr (in der Nacht) zur Bank gegangen um die Erste in der Reihe zu sein. Doch als sie die Bank erreichte, war sie bereits Nummer 15 in der Warteschlange. Die Banken öffnen erst in der Früh, außerdem bekommt man in der Bank nicht mehr als $40 pro Tag. Meine Freunde hier sind also wirklich gestresst, weil sie nun auf das Papiergeld angewiesen sind, das jederzeit entwertet werden kann. Für mich ist es wirklich schwierig die Situation hier zu beschreiben, da ich weder meinen Augen, noch meinen Ohren trauen kann. Es einfach unglaublich, was sich hier abspielt.

Die ZimbabweanerInnen benützen jetzt Bankomatkarten, damit sie diese Problematik umgehen können. Doch selbst die Bankomatkarte bringt Probleme mit sich. Am Markt, neben der Straße, in kleinen Shops sind die Lebensmittel um einiges billiger. 1/2kg Tomaten kostet zum Beispiel 0,50 Cent neben der Straße während man im Geschäft bis zu $2 Dollar zahlen muss. Die Karten ersparen also Wartezeiten, aber schlussendlich wird es teuer, wenn man in den Geschäften einkauft.

Nun komme ich zurück zum Ghetto. „I never thought kuti m facing racism futi.” Auch wenn es sehr naiv von mir war, ich dachte, dass ich nicht mehr mit Rassismus konfrontiert werde bzw. dass es mich nicht derart mitnimmt. Meine Freunde und ich gingen einkaufen. Da meine Freundin kein Bargeld hat, beschlossen wir in das Geschäft zu gehen. Wir erledigten unsern Einkauf, standen ewig an der Kassa und warteten. Die VerkäuferInnen haben ebenfalls wenig Bargeld und können den Kunden kein Wechselgeld geben. Die Kunden warten also solange an der Kassa, bis sie das Wechselgeld von einem Manager bekommen. Wir standen also vor der Kassa und warteten. Als wir an der Reihe waren tippte die Verkäuferin die ersten Artikel ein und plötzlich sah sie mich: MURUNGU (weiße Person). Ohne Worte stornierte sie die Artikel, die sie bereits eintippte. Wir kannten uns nicht aus und fragten, warum sie die Rechnung stornierte. Sie antwortete: „Barzahlung!“. Meine Freunde starteten eine Diskussion. Nach einer Weile realisierte ich, dass es um mich geht. Die Verkäuferin sah mich und ging davon aus, dass ich Bargeld habe. Nicht das Papiergeld, sondern die „richtigen“ US-Dollar. Das veranlasste sie dazu, uns nicht mit Karte zahlen zu lassen.

Wir mussten wieder an das Ende der Warteschlange. Ich schämte mich so sehr! Nicht für mich, nicht für meine Hautfarbe, aber ich schämte mich für diese Verkäuferin. In Zimbabwe sagen die Leute, dass Besucher Segen ins Haus bringen. Meine Freunde freuten sich, dass ich zu Ihnen gekommen bin. Sie wollten mir eine schöne Zeit machen (giving me a good time sha) und dann wurden sie verurteilt und in eine peinliche Lage gebracht – wegen mir. Nach einer halben Stunde schafften wir es mit dem Chef zu sprechen. Er ging mit uns zu der Verkäuferin und sagte, dass wir mit Karte zahlen dürfen. Sie entschuldigte sich nicht. Im Gegenteil! Sie nannte meine Freundinnen Verräterinnen. Sie schimpfte vor sich hin und meinte, dass sie dafür sorgt, dass das Geld wieder nach Zimbabwe kommt.

Nach dieser Aktion fühlte ich mich überhaupt nicht gut. Wenn ich mit Rassismus konfrontiert werde, dann kann ich damit umgehen (glaub ich zumindest (: ), aber wenn meine Freunde wegen mir angegriffen werden, dann fühlt sich das wirklich „GRAUSIG“ an.
Asi inini. I just have to stay positive (vgl.: Trotz der Unannehmlichkeiten, bleib ich gut gestimmt).
Ich freu mich schon darauf, wenn ich Zeit finde, einen Bericht über die Abenteuer im Children’s Home zu schreiben. Ich genieße meine Zeit hier. Mir geht es zu 100% gut und ich freue mich jeden Tag darüber, dass ich aufstehen kann, um Freunde im Dorf zu besuchen.

Lots of love,

Lina

Danke

Posted on 4th Juli 2017 by magdalena in Allgemein

Seit heute bin ich wieder – für ein Monat – in Simbabwe. Ich möchte mich auf diesem Weg recht herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern bedanken. Noch nie zuvor habe ich über zwei Jahre so viele Sachspenden bekommen. Von Schuhe, Kleidung, Spielzeug, Bücher, Zahlbürsten, Hygieneartikel, Malstifte, Wickeltaschen, Rucksäcke und Getränkeflaschen über zu Süßigkeiten und Ernährungsergänzungssets ist alles mit dabei. Daher möchte ich mich bei allen denjenigen bedanken, die es möglich machen Kinderaugen strahlen zu lassen.

Ich bedanke mich auch bei jenen, die das Projekt „fließendes Wasser in Mutoko“ seit Jahren treu unterstützen und auch bei denen die das Projekt im Laufe des Jahres erstmals finanziell unterstützten. Ohne eurer Unterstützung könnte ich hier in Simbabwe nicht wirken. Daher: „Vergalts Gott!“

Liebe Grüße aus Makumbi,

Lina <3