Waisenheim

Posted on 29th Juli 2019 by magdalena in 2019,Fotos,Freizeit,Makumbi,Waisenheim

Wie ihr aus den vorherigen Berichten schon entnehmen könnt, bin ich wieder in Zimbabwe. Seit drei Wochen besuche ich Freunde, spiele mit Kindern, singe und spreche auf Shona! (: Heuer sind meine Eltern zum ersten Mal in meine zweite Heimat geflogen. Es war sehr spannend zu sehen, wie sie sich zurecht finden. Daher habe ich beide gebeten einen Bericht für meine Homepage zu schreiben. Die ersten Eindrücke sind ganz besonders! Was für mich schon ganz normal ist, wird durch meine Eltern wieder ein Abenteuer. Mich freut es sehr, dass sie sich gut einleben konnten und auch hier gern gesehene Gäste waren.

Nun bin ich wieder alleine. Das ist auch schön. Vormittags schreibe ich an den Abschlussarbeiten für die UNI und nachmittags verbringe ich die Zeit in Makumbi (Dörfern und Mission). Eigentlich fast wie früher (:

Heute Nachmittag ging ich mit einem Ball, Farben und einem Heft unter dem Arm ins Children’s Home (Waisenheim). Zuerst spielten wir barfuß Fußball. Das war eine Freude. Die Kleinen kreisten mich ein, weil sie mit mir reden wollte und ich versuchte mir Platz zu machen, damit ich den Großen ein Tor schießen konnte. Später gingen ein paar Kinder und ich in die Wiese um dort zu zeichnen. Neugierig fragten mich die Kinder aus. Stimmt es, dass du Lehrerin bist? Wie viele Kinder unterrichtest du? Schlägst du deine Kinder? Welche Klasse unterrichtest du? Welche Fächer magst du gerne?

Die älteren Kinder prüften mich und stellten mir Rechnungen, damit sie sehen ob ich wirklich in der Lage bin zu unterrichten. Nach ein paar Divisionen und meiner Korrektur waren sie sich einig! Es stimmt. Magdalena ist jetzt eine Lehrerin! Trotz der schockierenden Nachricht haben wir einen feinen Nachmittag gehabt.

Natürlich gab es auch Aktion. Als wir nämlich beim Zeichnen saßen, kam ein Schwein mit seinen Ferkeln durch den Zaun. Das wäre ja noch okay gewesen, aber als das Schwein auf die Toiletten zusteuerte, waren die Kinder nicht mehr zurückzuhalten. Sie sprangen auf und rannten schnell zu den Anlagen. Leider zu spät. Das Schwein stand bereits in der Toilette der Kinder und zur großen Empörung erleichterte sich das Tier jetzt auch noch. Mit lautem Geschrei gelang es den Kindern das Schwein aus der Anlage zu treiben. Für mich ein wirkliches Schauspiel (:

Gottseidank hat das Schwein nur Flüssigkeiten von sich gegeben. In dem Fall passend: „Schwein gehabt!“

 

Liebe Grüße aus Makumbi,

Magdalina (:

Perfektes Timing

Posted on 4th September 2015 by magdalena in Allgemein,Waisenheim

Jetzt ist es schon ein bisschen länger her, seit ich meinen letzten Blog veröffentlicht habe. Hauptsächlich liegt das daran, dass wir hier in Makumbi sehr schlechte Internetverbindung haben. Ich war in der Zwischenzeit in Mutoko und habe dort das Waisenheim besucht und das Projekt „fließendes Wasser in Mutoko“ begutachtet.

Leider hab ich in Mutoko einen Virus aufgefangen mit dem ich jetzt lang kämpfen musste. Mein Bauch scheint nicht ganz glücklich zu sein über die Umstellung. In Zimbabwe ist die Trinkwasserqualität einfach nicht die gleiche, wie ich sie mir gewöhnt bin und das Essen ist sehr energiereich im Vergleich zur österreichischen Küche. Ich wurde z. B. in Makumbi bei Freunden zum Abendessen eingeladen und wir hatten eine echte Kalorienbombe (siehe Foto). Es gab Sadza (Maisbrei), Kartoffel und Reis mit Tomatensauce und dazu noch Muriwo (Gemüse-, bzw. Krautart) mit Hackfleisch. Der Titel des Blogs „Perfektes Timing“ kommt daher, dass ich genau in der Zeit krank wurde, in der wir keinen Strom, daher auch kein Netzwerk und später dann auch kein Wasser mehr hatten. Für mich hieß es also wieder mit einem Eimer zur nächsten Wasserquelle gehen um dort Wasser zu besorgen. Auch wegen den ansteigenden Temperaturen kam ich ganz nett ins Schwitzen.

Gottseidank hat mich Brother Ben, ein Jesuit mit medizinischer Ausbildung, regelmäßig besucht und mir Tipps zur schnellen Heilung gegeben. Nachdem ich fast eine Woche im Bett verbracht habe, muss ich jetzt die versäumte Zeit aufholen.

Mittlerweile ist auch Marco, mein Freund, in Zimbabwe angekommen. Ich freue mich darüber, dass er von dem Land sehr begeistert ist. Zu Beginn ist es schwierig die Eindrücke einzuordnen, aber auch er ist überwältigt und fasziniert von der Schönheit des Landes, der Freundlichkeit der Menschen und auch von den Schwierigkeiten die es an vielen Ecken gibt.

Ich werde nach meiner Rückkehr von Zimbabwe einen ausführlichen Bericht über das Projekt veröffentlichen und ggf. auch einen Vortrag machen. Mehr Infos dazu folgen jedoch noch.

Bis dahin sende ich allen LeserInnen ganz liebe Grüße aus Zimbabwe! (:

Magdalena